Die Kirchengemeinden in Neumarkt.

Wie in der gesamten Oberpfalz ist auch in Neumarkt der überwiegende Teil der Bevölkerung römisch-katholisch, der Anteil liegt bei circa 66 Prozent. 16 Prozent der Neumarkter Bevölkerung sind Mitglieder der evangelischen Kirche. 17 Prozent sind entweder konfessionslos oder gehören einer anderen Religion an. Das katholische Dekanat Neumarkt gehört zum Bistum Eichstätt, das evangelische Dekanat Neumarkt untersteht dem lutherischen Regionalbischof in Regensburg, der wiederum der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern untersteht.

Römisch-katholische Kirche
Die ersten katholischen Pfarrgemeinden waren die heutigen Pfarreien St. Johannes und Zu Unserer Lieben Frau. Die Kirche St. Johannes, an deren Stelle sich bereits um das 12. Jahrhundert eine Vorgängerkirche befand, ist Pfarrkirche der ältesten Pfarrei der Stadt. Diese ist heute mit knapp 13.800 Katholiken die größte Pfarrei in der Diözese Eichstätt. Zur Pfarrei gehören auch die Kirchen St. Helena im gleichnamigen Stadtteil, St. Anna am Klinikum, die Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Mariahilfberg sowie das Kloster St. Josef und die kleine Klinikkapelle und St. Pius im Stadtteil Hasenheide. Zu unserer Lieben Frau entstand ab 1410, die neue Kirche diente zunächst als Hofkirche für das benachbarte Pfalzgrafenschloss.

Die Pfarrkirche Heilig Kreuz ist die Hauptkirche der gleichnamigen Pfarrei mit etwa 3.100 Katholiken in den Stadtteilen Mühlen, Labersricht und Wolfstein. Die Pfarrei St. Ägidius als Filiale der Pfarrei Heilig Kreuz umfasst neben Pelchenhofen auch noch die Kirche in Lampertshofen sowie die Kapellen in Steinberg, Lippertshofen und Voggenthal. In den äußeren Stadtteilen befinden sich noch weitere katholische Pfarrgemeinden: In Pölling existiert die Pfarrei St. Martin mit der Kirche St. Martin, zu der auch die Kirchen und Kapellen in Holzheim und Rittershof gehören. Ihr gehören etwa 3.400 Katholiken an. Die Kirche St. Willibald in Woffenbach ist Zentrum der Pfarrei Woffenbach mit etwa 2.900 Katholiken, zu der auch die Kirche St. Walburga in Stauf gehört. Am ehemaligen Schloss in Woffenbach befindet sich auch die evangelische Schlosskapelle.


Evangelisch-Lutherische Kirche
Als sich im beginnenden 16. Jahrhundert die Lehren Martin Luthers auch in die katholische Oberpfalz verbreiteten, wurde auch hier die Evangelische Kirche zunehmend favorisiert und unter Pfalzgraf Friedrich II. als Staatsreligion eingeführt. Die nächsten 100 Jahre waren geprägt von einem ständigen Wechsel der religiösen Lehren, je nachdem, ob der jeweilige Pfalzgraf gerade Lutheraner oder Calvinist war. 1628 kam Neumarkt an das Kurfürstentum Bayern und wurde rekatholisiert, vorerst nur kurz, da schwedische Truppen von 1633 bis 1635 und von 1646 bis 1649 Neumarkt besetzten und die Protestanten schützten. Erst danach wurde Neumarkt endgültig katholisch.

Die evangelische Hauptkirche ist die Christuskirche in der Kapuzinerstraße. Sie war Klosterkirche des ehemaligen Kapuzinerklosters, das bis zur Säkularisation 1803 bestand. Weitere evangelische Gemeinden existieren in den Stadtteilen Wolfstein, Altenhof und Hasenheide.

Klöster
In der Badstraße im ehemaligen Kurhaus Wildbad befindet sich heute das Kloster St. Josef, das zum Orden der Niederbronner Schwestern gehört und bis 2005 Provinzmutterhaus war.
Neben der Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg existierte von 1907 bis 2001 ein Kloster des Ordens der Unbeschuhte Karmeliten. Seit 2004 leben dort wieder zwei polnische Redemptoristen-Patres.
An die Christuskirche grenzen heute noch die Gebäude des ehemaligen Kapuzinerklosters an, welches von etwa 1650 bis 1802 existierte. Das ehemalige Klostergebäude ist in einem schlechten Zustand und vom Abriss bedroht. Das Kloster Heilig Geist befand sich in etwa an der Stelle des heutigen Klinikums und übernahm im Mittelalter auch die Krankenversorgung.

Quelle: Wikipedia

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