01.08.2018

von JD-B° RB

Fitness für Frauenfüße

Was tun, wenn das Gehen immer öfter zur Qual wird?

Entlastung für die Füße: Mit speziellen Socken und Gymnastik können Beschwerden durch Fehlstellungen verbessert werden

Fußprobleme sind in der Bevölkerung weit verbreitet - verursacht beispielsweise durch falsches Schuhwerk, Überlastung oder einfach durch fortschreitendes Alter. Eine der häufigsten Fehlstellungen des Vorderfußes ist der Hallux valgus. Besonders Frauen sind davon betroffen, allein in Deutschland Schätzungen zufolge zehn Millionen. Die sogenannte Schief- oder Ballenzehe führt beim Gehen zu schmerzhaften Entzündungen des Ballens und begünstigt Arthrose im Großzehengrundgelenk.

Gute Schuhe und einfaches Taping

Auch die anderen Zehen leiden, denn durch den Schiefstand des großen Zehs werden sie zusammengedrückt, dadurch können sich weitere Fehlstellungen wie Hammer- oder Krallenzehen entwickeln. So wird das Gehen immer mehr zur Qual. Spätestens jetzt sollte man mit einem Orthopäden oder Fußtherapeuten über eine geeignete Behandlung sprechen. Es gibt außer operativen Eingriffen diverse Möglichkeiten, um die Fußfitness zu verbessern. Dazu gehört es, auf hochhackige und enge Schuhe weitgehend zu verzichten. Sie sollten nur in Ausnahmefällen getragen werden. Besser ist flaches Schuhwerk mit einer breiten Grundform. Auch ist es gut, so oft wie möglich barfuß zu laufen. Gezielter setzen beispielsweise neuartige Taping-Socks an. 

Sie können die Großzehe in ihrem aktuellen Achsenverlauf korrigieren, damit die Bewegung im Gelenk wieder physiologisch im Einklang ist. Dadurch können Schmerzen verringert und die Entwicklung von Arthrose im Großzehengrundgelenk kann vermindert werden. Die Sockenform unterstützt dabei die Korrektur. Für das Tragen in offenen Schuhen gibt es jetzt zudem Taping-Loops. Sie führen das Prinzip der Socken minimalistisch fort - in Form elastischer Bänder, die mit entsprechendem Zug um Großzehe und Ferse geschlungen werden. Die Taping-Socken und Tape-Loops sind im Internet erhältlich, aber auch viele Apotheken, Sanitätshäuser, Orthopädieschuhtechniker oder Podologen bieten diese Produkte mittlerweile an und leisten im Zweifelsfall gute Fachberatung bis hin zu einer Inspektion des Fußes.

Übungen für die Füße

Der Behandlungserfolg lässt sich zudem durch spezielle Übungen fördern und beschleunigen. Gut eignet sich beispielsweise das Spiraldynamik-Konzept von Dr. phil. Jens Wippert - zu finden etwa unter www.my-medibook.de. Eine Übung ist etwa die "Raupe": Man sitzt auf einem Stuhl, lagert die Ferse auf einer rutschenden Unterlage wie einem Handtuch. Nun werden die Zehenballen kraftvoll in den Boden gedruckt und die Ferse samt Unterlage wird nach vorne gezogen, ohne dass sich die Zehen einkrallen. Nun die Spannung wieder lösen, die Zehen erneut abheben und weit nach vorne absetzen. Der Fuß bewegt sich wie eine Raupe nach vorn.

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