27.09.2013

von B° RB

Nigerianischer Gastarzt

Nigerianischer Gastarzt am Klinikum Neumarkt: Dr. Ndubuisi Onyemaechi

Dr. Wolfgang Hönle, Chefarzt der Orthopädischen Chirurgie, Prof. Dr. Alexander Schuh, Leiter des Muskuloskelettalen Zentrums, Dr. Ndubuisi Onyemaechi und Dr. Thomas Schmickal, Chefarzt der Unfallchirurgischen Klinik

Erneut konnte am Klinikum ein Gastarzt aus Nigeria begrüßt werden.
Dr. Ndubuisi Onyemaechi von der Universität Enugu im südlichen Nigeria hat im Rahmen eines vierwöchigen Studienaufenthaltes - der von der internationalen Orthopäden- und Unfallchirurgenvereinigung SICOT ermöglicht wurde - in der Unfallchirurgischen Klinik sein Wissen um Unfallverletzungen intensiviert. Neben seiner klinischen Tätigkeit war der engagierte Gastarzt wissenschaftlich sehr aktiv, es sind zwei wissenschaftliche Artikel entstanden, die demnächst in renommierten, internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften erscheinen werden. Das Muskuloskelettale Zentrum am Klinikum Neumarkt ist ein Zusammenschluss der Abteilungen Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgische Klinik, Wirbelsäulenchirurgie, Abteilung für Muskuloskelettale Forschung und der Tagesklinik für Schmerztherapie und wird von Prof. Dr. Alexander Schuh geleitet. Dr. Thomas Schmickal, Chefarzt der Unfallchirurgischen Klinik, konnte dem Kollegen aus Nigeria neben modernen Implantaten auch seine jahrelangen Erfahrungen in der Kreuzbandchirurgie, Meniskuschirurgie und Korrektur von Deformitäten mit auf den Weg geben.

Dr. Ndubuisi Onyemaechi zeigte sich sehr beeindruckt von der engen Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den einzelnen Abteilungen, die in seinen Augen zu einer perfekten Patientenversorgung führt, zum anderen war er überwältigt von den modernen Operationstechniken bei der Versorgung von Knochenbrüchen, Gelenkverletzungen, Kreuzbandverletzungen, Meniskusverletzungen, der Versorgung von schwer- und schwerstverletzten Patienten. Im Gegensatz zum hervorragenden Standard in der Versorgung von Unfallverletzungen am Klinikum ist die Versorgung in Nigeria derzeit katastrophal. Nur 1% der Einwohner Nigerias sind krankenversichert. In Fällen eines Unfalles wird der Patient stationär aufgenommen, sollten die Angehörigen genügend Geld beschaffen können, wird die Behandlung weitergeführt, ansonsten muss der Patient die Klinik verlassen, unabhängig von seinem Gesundheitszustand.

Häufig gehen die Verletzten zu kostengünstigeren „Knochensetzern“ zur Weiterbehandlung mit teils schockierenden Behandlungsergebnissen und Deformitäten.

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